Gut Dörnhof

Gänse

Die Pommerngänse vom Dörnhof

Pommerngänse

Steckbrief

●Gewicht: 8 kg Ganter, 7 kg Gans

●Schalenfarbe der Eier: weiß

●Bruteier- Mindestgewicht: 170 g

●Rassengruppe: Groß- und Wassergeflügel

●Verbreitung: eine der häufigsten Gänserassen

●Leistungsmerkmale: günstiges Verhältnis von Futteraufwand und Erzeugung feinsten Tafelfleisches bei hohem Schlachtgewicht

Rassemerkmale

Mit breiter Brust, breiten Schultern und einfacher Bauchwamme verkörpert die Pommerngans einen großen, schweren Typ. Zu ihr gehören ein Eierförmiger, allseits abgerundeter Rumpf, sowie ein mittellanger, aufrecht getragener Hals und ein kräftiger Kopf.

Der breite, recht kurze Schwanz wird waagerecht getragen. Sie hat strake Schenkel mit kräftigen, orangeroten Läufen. Das leicht eckig abgesetzte Genick ist hier kein Fehler, sondern ein Rassemerkmal.

Das üppige Gefieder wirkt insgesamt straff und fest anliegend. Die Pommerngans wird in den Farbschlägen Weiß, Grau und Graugescheckt gezüchtet.

Besonderheiten

Die Pommerngans verfügt über einen sehr guten Fleischansatz. Auch ohne Mast erreichen die Gänse ein Schlachtgewicht von um die acht Kilo.

In früheren Zeiten gab es in Mecklenburg weitere Farbschläge. Hellblaue, sogenannte Blauschimmel, und gelbfarbige, sogenannte Gelbschimmel waren bis 1976 noch vorhanden.

Bei der Pommerngans gibt es keine Extreme. Sie ist eine sehr Vitale Gänserasse, verfügt über ein natürliches Brut- und Aufzuchtsverhalten. Die Gänse sind einfach im Umgang, sie werden ihren Menschen sehr vertraut.

Ihre Bewegungen sind eher bedächtig, man könnte schon fast von Eleganz sprechen. 

Geschichte der Pommerngans

Die Pommerngans wurde bereits vor über 3.000 Jahren, laut Berichten der alten Römer, in Pommern gezüchtet. Auch auf der Insel Rügen berichtet man von der Pommerngans bereits seit 1550. Die Größe der Ganz wurde allein durch gezielte Auslese der Tiere erreicht, nicht wie bei anderen Rassen durch Einkreuzungen andere Rassen. Der Zuchtschwerpunkt lag um 1890 in Vorpommern. 
Über Polen und Russland kam die Pommerngans in den Osten. 

Alte Bereichte aus dem Jahre 1897 zeigen, dass die Pommerngänse zu dieser Zeit bereits im Oktober neun Kilo erreicht hatten. 
Ab 1962 wurden weiter Zunahmen der Pommerngans durch Einkruzungen von Toulouser Gänsen erreicht. Bereits 1912 wurde die Rasse schon als eigenständig offiziell anerkannt. 1983 erfolgte eine weitere Leistungssteigerung durch die Emdener Gans. 
Seit dem wurde die Pommerngans nicht weiter Verkreuzt und besteht weiterhin in ihrer Rasse. 

Haltung der Gänse auf dem Dörnhof

Die Gänse sind bereits als junge Küken bei uns eingezogen. Frisch aus einer Naturbrut stammend haben wir sie beim Züchter abgeholt und dann liebevoll in unserer Kükenstube unter Rotlicht groß gezogen, bis ihren Kükenflaum verloren hatten. Voll durchgefiedert ging es dann auf die Geflügelweide, wo sie zusammen mit den Enten ein entspanntes Gänseleben führen. Es steht ihnen immer frisches Wasser und Gras zur Verfügung. Auch Körnerfutter und aufgeweichtes Brot bekommen sie regelmäßig. 

Die Pommerngans fühlt sich am aller wohlsten auf Kräuter- und Artenreichen Weiden, die wir auf unserem schönen Südhang zur Verfügung stellen können.