Gut Dörnhof

JAPANERKANINCHEN

Die Kaninchen vom Dörnhof 

„Seine Entstehung ist völlig unbekannt und es ist zwecklos, über seine Herkunft irgendwelche Vermutungen anzustellen und Konstruktionen zu entwickeln. Fest steht allein, dass wir über das Werden dieser Rasse nichts wissen. Es ist ebenso ungeklärt, welcher Spaßvogel den Namen der Rasse ersann und welchen Grund er hierfür hatte.“

Rassebeschreibung

Aussehen:

Das Japanerkaninchen zählt zu den mittelgroßen Rassen mit einem Gewicht von ca. 3,5 – 4,5 Kilo.

Das mittellange Fell des Japaners soll eine gute, dichte Unterwolle und eine gleichmäßige Begrannung aufweisen.

Die Farbe eines Japanerkaninchens besteht aus gelben und schwarzen Farbfeldern. Angestrebt wird eine möglichst gleichmäßige und klar getrennte Verteilung der Farbfelder.

Besonders wichtig in der Farbzucht ist der sogenannte Spaltkopf, das heißt, eine Gesichtshälfte soll schwarz, die andere gelb sein. Die Ohren sollen ebenfalls kreuzweise gefärbt sein, genau umgekehrt zu den Farbfeldern des Kopfes.

Über den Rücken verteilt sollen je Seite drei oder mehr, sauber getrennte, Farbfelder sein. Genau mittig über die Rückenlinie sollen diese Farbfelder je Seite schachbrettartig versetzt sein, oder ringförmig verlaufen.

Geschichte:

1887 wurden erstmalig Kaninchen unter dem Namen „Japaner“ in Frankreich gezeigt.

1896 wurde bereits die erste Bewertungsskala für die Japaner von der Schweiz eingeführt.

Seinen Weg zu uns nach Deutschland fand das Japanerkaninchen über England.

Zu der Zeit waren noch weiße Farbanteile erlaubt und unter den Züchtern war eher umstritten, ob die Japaner nun eher ein möglichst bunt wirkendes Kaninchen mit runden Flecken oder doch das sehr gleichmäßig gemusterte, zweifarbige Kaninchen sein sollten.

Heute sind Japanerkaninchen regelmäßig auf Ausstellungen vertreten.

Die Japaner stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Mehr Infos zu dem Japanerkaninchen und deren Gefährdungsgrad kannst du hier lesen:

www.g-e-h.de

Zucht und Haltung auf dem Dörnhof

Wir züchten die Japanerkaninchen in artgerechter, tierfreundlicher Haltung. Die Dörnhofer Kaninchen leben nicht in viel zu kleinen Buchten.

Unsere Zuchthäsinnen wohnen zusammen mit ihrem Nachwuchs und den weiblichen Nachkommen in einem großen Gehege, wo sie im Gruppenverband ihre Jungen aufziehen. So sind die kleinen Hasen auch von Anfang an bestens sozialisiert.

Unsere Rammler leben alleine, was bei männlichen Kaninchen, die nicht kastriert werden sollen, leider anders nicht möglich ist. Jedoch hat jeder unserer Rammler seine eigene große Box von mindestens einem Quadratmeter, Strohstreu und Sichtkontakt zu seinen Artgenossen. Im Sommer ziehen die Rammler in einen neuen Stall mit einem eigenen Außenbereich für jeden.

Die Jungtiere bleiben bis zur achten Lebenswoche bei ihren Müttern, erst danach werden die Jungrammler aus der Gruppe genommen. Von da an leben die Jungs noch bis zum dritten Lebensmonat mit zwei bis drei Kumpels zusammen, bevor wir sie mit Beginn der Geschlechtsreife voneinander trennen müssen, damit keine Raufereien unter ihnen entstehen. 

Mit drei Monaten sind die kleinen – eigentlich schon großen – Kaninchen bereit zum Auszug zu anderen Züchtern, Familien oder jedem anderen, der Interesse an einem Japanerkaninchen hat.

Im vierten bis fünften Monat ist Schlachtzeit. Das Japanerkaninchen liefert hervorragendes, schmackhaftes Fleisch. Beim Zeitpunkt des Schlachtens haben die Kaninchen bereits 3,5 – 4 Kilo erreicht.

Wir füttern unseren Kaninchen neben ihrem Grundfutter noch Schwarzhafer, Saftfutter wie Salat und Gemüse und natürlich Heu zur freien Verfügung. Auch frisches Obst steht mit auf ihrem Speiseplan.