Gut Dörnhof

Zieglinde MÄÄchthild

DIE RADIOZIEGE AUS THURNAU

Määchthilds Geschichte

Im Sommer 2019 hat unsere Zieglinde Määchthild den Weg zu uns gefunden, nach dem sie wochenlang im
Thurnauer Raum unterwegs war und die Gegend unsicher gemacht hatte. Immer wieder hörten wir bei
Radio Plassenburg von der Ziege, die angeblich ausgebüxt sein sollte und nun allein unterwegs war.
Nachdem sie dann endlich einmal eingefangen war, vom Bauhof Thurnau, ging das Gerücht herum,
die Ziege solle verlost werden! Jedoch ist ein Lebewesen ganz bestimmt kein Preis, den man verlost.
So haben wir Kontakt zum Bürgermeister aufgenommen, was nun wirklich mit der Määchthild passieren soll. Dieser versicherte uns, sie würde über das Tierheim vermittelt werden. Nur ein Tag später kam dann morgens im Radio die Nachricht, Määchthild ist erneut ausgebüxt. Jedoch kam sie freiwillig zurück und hielt sich auf dem Grundstück der alten Klärwerke Thurnau auf. Nun bekamen wir den Anruf, der Määchthilds Weg zu uns besiegelte. Wir dürfen kommen und die Ziege mitnehmen, hieß es!
Wir haben uns riesig gefreut. Nach einem weiteren Telefonat mit dem Bauhofmitarbeiter war dann jedoch klar, einfach mitnehmen wird wohl nichts. Die Ziege müsste erst einmal eingefangen werden. Und so machten wir uns gleich am Abend los, ausgerüstet mit Futter, Heu, Hänger, Stricken und unserer Ziege Heidi, um Määchthild zu uns zu holen. Wir haben sie vor Ort dann auch schnell gefunden und es hat nicht lange gedauert bis sie Interesse an der Lockziege Heidi zeigte. Die beiden verstanden sich auf Anhieb super, und Määchthild wich uns nicht mehr von der Seite. Jedoch in den Hänger wollte sie nicht mit einsteigen. So entschieden wir uns, am nächsten Tag mit einer befreundeten Schäferin wieder zu kommen. Dann war es so weit. Die Schäferin brachte Hunde und mobile Zäune mit. Nach kurzem Aufbau des Zaunes war Määchthild bereits wieder in unsere Nähe gekommen. Zusammen mit Heidi am Strick holten wir sie näher und führten sie in den Zaun.
Dort war sie dann erst einmal „gefangen“. Von hier aus sollte sie nun nur noch in den Hänger getrieben werden.
Doch so wie eine Gaas nun mal denkt, hatte Määchthild andere Pläne. Sie inspizierte den Zaun, wie sie da nur rüberkommen könnte. Unser Helfer Tim stand ihr genau gegenüber, nur der Zaun trennte die beiden.
Beherzt griff er zu und hatte die Määchthild bei den Hörnern gefasst.
Sofort wurde Määchthild ganz ruhig und ohne währ. Sie bekam nun ein Halsband um und
ließ sich problemlos in den Hänger führen. Von hier ging ihr Weg nun erst einmal in unseren Stall nach Burghaig, wo sie sich zusammen mit Heidi an uns gewöhnen durfte und der Gesundheitscheck absolviert wurde.
Nun steht sie hier, bei uns auf dem Dörnhof, zusammen mit ihrer neuen Herde!
Und Wir hoffen, dass sie uns noch lange erhalten bleibt.